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Atemschulung und Kondition

am 12.Juli 2008

Christian von Oldenburg und Dagmar

Motivation und Ziele im Tanzsport am 08.März 2008

 

Strong and relaxed


Um frei tanzen zu können, braucht der Körper eine „entspannte Anspannung“, zuviel vom einen oder vom anderen stört. Atmung bewusst für diese An- und Entspannung einzusetzen, war Ziel des Workshops.

Christian von Oldenburg (Gesangs-, Atem- und Tanzpädagoge) setzte zunächst Übungen ein, um den Körper zu entspannen und ihn so für die Atmung offen und frei zu machen. Die Atemübungen konzentrierten sich auf ein tiefes Atmen in den Rücken, bei dem die Ausatmungsphase deutlich länger ist als die Einatmungsphase. Dieses intensive „Rückenatmen“ ermöglicht dem Körper, in eine starke und zugleich entspannte Bewegungsform zu finden.

Anschließend erarbeitete Christian mit jedem Teilnehmenden dessen (oder deren) ideale individuelle Körperhaltung, die immer wieder neu gefunden und praktiziert werden muss: Ist der Nacken lang, der Brustkorb gehoben, das Becken unter dem Körper, wo habe ich eine Schwachstelle (besonders beliebt: Hohlkreuz und eingezogener Nacken), habe ich die Augen wirklich geöffnet, bleibt der Körper bei all dem entspannt oder wird der Muskeltonus zum Panzer? Ich höre hier mal auf und mache es kurz: eine Lebensaufgabe.


Tanzen durch Atmen


Die Praxisaufgabe war nun, in erster Linie durch Ausatmen zu tanzen. Klingt komisch, fühlt sich zunächst auch komisch an, da die Tendenz eher ist, den Körper mit Luft voll zu pumpen. Ein langes Ausatmen und kurzes Einatmen, das Ganze in den Rücken bei gleichzeitigem Tanzen ließ zunächst das Gefühl aufkommen: Ich kriege keine Luft! Erst nach mehreren Anläufen begann das konditionierte Atemverhalten nachzulassen und das Vertrauen in den Körper (Christian: „Der atmet schon ein, wenn er Luft braucht.“) zu wachsen. Dann war die einhellige Meinung der Zuschauenden inklusive Trainerin: Der Körper sieht weicher, beweglicher, tänzerischer aus.

Nach diesem Atemschock, begann das große Fragen: Kann ich in einer schnellen Bewegung  (Chacha-check) wirklich lange Ausatmen, sollte ich den Atem choreographisch dosieren (Jive), atme ich in einer an Volumen orientierten Position (Paso Doble) eher ein oder aus - hier müsste jetzt eine kleine Endlosschleife sitzen, deshalb:


Play it again, Christian!


                                   Martina

 

                 

 

Am 8.März startete unsere samstägliche Workshopreihe, mit der wir das normale Training ergänzen wollen.

Wir haben uns Gedanken über Motivation und Ziele im Tanzsport gemacht und festgestellt, wie wichtig es ist, sich eigene Handlungsziele zu setzen. In einer angeregten Diskussion wurden erste Wege aufgezeigt, mit dem Turnierdruck umzugehen, den viele Paare als Belastung erleben: Wie meistere ich die Nervosität? Wie bekomme ich ein Gefühl für den Raum und die Fläche? Wie finde ich zu meinem eigenen Tanzen und zu meinem Partner/meiner Partnerin?

Auch Turnierergebnisse können sich negativ auf Zielsetzung und Motivation auswirken. 

Diskutiert wurde, wie weit man sich von Wertungen frei machen und Selbstvertrauen und Handlungskontrolle auch bei „schlechten“ Ergebnissen  bewahren kann.

 

 

Das zielorientierte Arbeiten soll in der nächsten Zeit dazu genutzt werden, das Training im Paar und mit den Trainern noch effektiver zu gestalten.

Die vielen Infos müssen nun erst einmal verarbeitet werden, um sie dann in der individuellen (Tanz-)arbeit mit den Trainern zu konkretisieren. Ich danke den beteiligten Paaren für ihre interessierte Mitarbeit.                             

                                      Dagmar

 


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